ÜBER Florian KIrschbaum.
Ich hätte nie gedacht, dass Fotografie einmal so viel mit Selbstfindung zu tun haben würde.
Angefangen hat alles im Jahr 2020 – mitten in der Corona-Pandemie. Frühmorgens stand ich in Mannheim am Neckar und fotografierte einen Sonnenaufgang. Es war eines der ersten Bilder, die ich veröffentlichte.
Damals war Fotografie ein Ausgleich. Heute ist sie ein Weg, mich selbst besser zu verstehen.
Ich bin Fotograf und Führungskraft in der IT. Meine Arbeit verbindet Klarheit mit Gefühl – Struktur mit Freiheit.
Bildgestaltung ist für mich kein Effekt. Sie ist eine Haltung.
DER AUSGLEICH ZUM ALLTAG
Während meine Leidenschaft für Fotografie wuchs, arbeitete ich weiter in der IT. Ich führe Teams, entwickle Prozesse, baue Strukturen – Dinge, die ich gut kann. Aber innerlich war da immer eine Distanz. Der Job gab Sicherheit. Fotografie gab Sinn. Sie war frei, lebendig, emotional. Und vielleicht war es genau das, was mich so sehr anzog.
WIE INSTAGRAM MICH VERÄNDERTE
Was als Leidenschaft begann, wurde irgendwann zu einer Obsession. Ich wollte erfolgreich werden. Also stand ich um fünf Uhr morgens auf, jagte Sonnenaufgänge, produzierte Inhalte, analysierte Zahlen. Tagsüber IT, abends Reels, Hashtags, Strategien. Mein Kopf war nur noch auf Reichweite programmiert.
Reisen wurde zum Wettbewerb. Ich rannte von Spot zu Spot, sammelte Motive wie andere Paybackpunkte. Heute weiß ich:
Das war keine Leidenschaft. Das war eine Hatz. Ich habe viele Orte fotografiert – aber kaum einen wirklich erlebt.
Heute gehe ich anders los. Ich bleibe stehen. Ich nehme wahr. Ich erinnere mich an Licht, Wind, Stimmung. Ich mache weniger Bilder. Aber mit mehr Bewusstsein. Und paradoxerweise wurden genau dadurch meine Fotos besser.
Ciao Social Media
Im September 2024 habe ich Social Media gelöscht. Ohne Ankündigung. Ohne Plan. Und plötzlich war da Ruhe.
Am Anfang war diese Stille schwer. Mein Körper reagierte wie auf Entzug. Mein Kopf suchte weiter nach Mustern, Strategien, Sichtbarkeit. Aber ich wollte wissen, bleibt die Fotografie, wenn niemand mehr zusieht?
Sie blieb.
Zum ersten Mal aus den richtigen Gründen. Mit der Zeit kam echte Ruhe zurück. Ich begann wieder zu fotografieren – nicht für Likes, sondern für mich. Und genau dort entstand etwas Neues: Klarheit.
VON STRUKTUR ZU SINN
Mir wurde bewusst, dass mein berufliches Leben und mein kreatives Leben lange Gegensätze waren. In der IT: analytisch, strategisch, funktional. In der Fotografie: offen, aufmerksam, frei. Heute verbinde ich beides. Ich möchte nicht nur etwas erschaffen, das funktioniert. Ich möchte etwas erschaffen, das sich richtig anfühlt.
FÜHRUNG UND ENTWICKLUNG
Ich bin Führungskraft und dachte lange, meine Aufgabe sei es, Menschen aktiv zu verändern. Bis ich verstanden habe:
Nicht jeder will wachsen. Seitdem hat sich mein Ansatz verändert.
Ich zwinge niemanden. Ich inspiriere. Ich teile meinen Weg für die, die bereit sind, ihren eigenen zu gehen.
MEIN MANIFEST
Ich möchte Menschen dabei unterstützen, sich selbstbestimmt weiterzuentwickeln.
Mit Klarheit. Mit Verantwortung. Mit Vertrauen in den eigenen Blick.
Ich habe einen Lightroom-Kurs entwickelt, der hilft, den eigenen Stil zu finden.
Ich arbeite mit Orten, Hotels und Marken, die Ruhe und Identität zeigen wollen.
Und ich schreibe an einem Buch über diesen Weg – vom Funktionieren zum bewussten Gestalten.
FRAMED FREEDOM
Über allem steht mein Leitsatz: Framed Freedom. Ein klarer Rahmen, der Orientierung gibt – und zugleich Raum lässt für Freiheit, Kreativität und Entwicklung. Instagram werde ich vielleicht irgendwann wieder nutzen. Aber nie wieder, um gesehen zu werden –sondern nur, um zu teilen, was wirklich aus mir kommt.
Das hier ist meine Reise – und vielleicht auch eine Einladung an dich, deine eigene zu beginnen. Ich nehme dich jede Woche auf meine Reise mit einem neuen Blogartikel mit.
Eine fotografische Serie aus den Niederlanden mit Aufnahmen aus Amsterdam, Haarlem, Houten sowie der Nordseeküste rund um Petten aan Zee, Callantsoog und Julianadorp zur Tulpenblüte im Frühjahr.